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Naturheilkunde
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| Neben verschiedensten schulmedizinischen Therapieformen gewinnen auch in der Tierheilkunde alternative Behandlungsmethoden immer mehr an Bedeutung. Alternative Heilverfahren wie Homöopathie, Heilkräuteranwendung, Bachblüten-Therapie oder z.B. TTouch berücksichtigen das Zusammenspiel körperlicher und seelischer Prozesse mit dem Ziel der Harmonie zwischen beiden. Sie können auch bei Kleinnagern wie den Heimtierratten erfolgreich eingesetzt werden. Die vorgestellten Heilmethoden geben einen Einblick in dieses Gebiet, ersetzen aber nicht die Beratung durch den Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker und das Studium entsprechender Fachliteratur Homöopathie Die Homöopathie ist ein Naturheilverfahren, das die vorhandenen Heilkräfte im Körper anregt und stärken hilft. Als sogenannte Reiztherapie kann sie den Organismus bei der Bekämpfung einer Erkrankung gezielt unterstützen. In sehr hoher Dosierung können spezifische homöopathische Grundsubstanzen Symptome auslösen, die den jeweiligen zu behandelnden Erkrankungserscheinungen sehr ähnlich sind. Hochverdünnt und geschüttelt dagegen, entfalten sie ihre heilende Wirkung. Als Potenzierung wird dieses Prinzip bezeichnet, mit dem aus einer sogenannten Urtinktur die verschiedenen Potenzen und somit Wirksamkeiten eines Homöopathikums erzeugt werden. Bei D-Potenzen erfolgt die Verdünnung in Zehnerschritten. Eine D1 beispielsweise enthält die Urtinktur im Verhältnis 1:10 zu der alkoholischen Lösung, mit der sie verdünnt wurde, eine D2 im Verhältnis 1:100 usw. Man unterscheidet tiefe (D1 bis D8), mittlere (bis D20) und hohe Potenzen (ab D21). Als Anwendungsregel gilt: Je länger eine Erkrankung dauert, desto höher die Potenz des Homöopathikums. Homöopathische Arzneimittel können allein oder als Ergänzung zur Schulmedizin eingesetzt werden. Nur auf eigene Faus sollten Sie nicht mit diesen Mitteln experimentieren, vor allem dann nicht, wenn Ihre Tiere bereits gravierende Krankheitssymptome zeigen. Heilkräuter Wildlebende Ratten nehmen verschiedenste Gräser, Kräuter und Früchte zu sich und profitieren so - ganz nebenbei - von den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen dieser Futtermittel, so z.B. von den Bitter-, Gerb- und Schleimstoffen, den flüchtigen Stoffen wie den ätherischen Ölen oder den Enzymen und Vitaminen. Als Heimtiere haben unsere Ratten nicht mehr die freie Auswahl und sind nun darauf angewiesen, dass wir die richtigen Nahrungskomponenten für sie zusammenstellen. Bedienen auch Sie sich deshalb der heilenden Wirkung von Pflanzenteilen und machen sich diese bei der Behandlung bzw. Gesunderhaltung Ihrer Heimtiere zunutze. Naturheilkundliche Hausapotheke für Ratten: Arnica montana (Arnika): Zur Wundbehandlung (z.b. Ballenabszesse), desinfizierend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, heilungsfördernd; äusserlich als Salbe oder Tinktur (5-10 Tropfen Arnika-Tinktur mit 1 Esslöffel Wasser verdünnen), innerlich z.B. Arnika D4 3x täglich 1 Tropfen. Atropa belladonna (Tollkirsche) Bei Atemwegsinfekten und Entzündungen, innerlich z.B. Belladonna LM6, 3x täglich 1 Globulus. Calendula officinalis (Ringelblume) Einreibungen mit Ringelblumensalbe helfen bei Juckreiz. Zur Behandlung schlecht heilender Wunden (z.B. Ballenabszesse); äusserlich als Salbe oder Tinktur (Verdünnung etc. wie bei Arnika). Hepar sulphuris (Kalkschwefelleber) Bei Hauterkrankungen mit starkem Juckreiz, stumpfem Fell und bei Atemwegsinfektionen; innerlich, z.b. Hepar sulphuris D12, 1x täglich 1 Globulus. Nux vomica (Brechnuss) Bei Magen-Darm-Störungen; innerlich, z.B. Nux D6, 2x täglich 1 Globulus mindestens 10 Tage lang. Pulsatilla vulgaris (Küchenschelle) Bei schleimigem Durchfall; innerlich, z.B. Pulsatilla D6, 3x täglich 1 Globulus. Viscum album (Mistel) Zur Eindämmung von Tumorwachstum durch Unterstützung des Immunsystems; innerlich, z.B. Viscum D4, 3x täglich 1 Globulus. Heilkräuter für Ratten zum Selbersammeln - Sammeln Sie nur an unbelasteten Standorten! Roter oder Weisser Klee (insbesondere Blüten) Gegen Durchfallerkrankungen und zur Anregung des Stoffwechsels. Gänseblümchen (Blüten, Blätter) Insbesondere bei Atemwegsinfekten, da entschleimend und vitaminreich. Löwenzahn (Blätter, fein hacken) Zur Anregung des Stoffwechsels, vitaminreich. Echte Kamille (Teeaufguss aus Blüten) Nie am Auge anwenden! Bei Blähungen und Durchfallerkrankungen, da es krampflösend und beruhigend wirkt. Hagebutte (Früchte, für Teeaufguss und Fruchtmus) Vitaminreich, appetitanregend, zur Stärkung des Immunsystems und zur Steigerung der Infektabwehr. Und: Viel menschliche Zuwendung hilft auch beim heilen. Sie können Heilkräuter als Futterzusatz, als Aufguss zum Trinkwasser oder als Spezialpräparate aus der Apotheke einsetzen, z.B. als Tropfen zum Eingeben oder Salben zur äusserlichen Anwendung. Als Faustregel für die Dauer ihrer Anwendung gilt: mindestens zwei und höchstens sechs Wochen. Doch Heilkräuter können nur bei leichten Beschwerden und eindeutigen Befunden den Gang zum Tierarzt ersetzen. Bei ausgeprägteren oder unklaren Symptomen muss die Ratte unbedingt in der Praxis vorgestellt werden. Bachblüten Bestimmte Charaktereigenschaften, die nicht immer harmonisch gelebt werden können, haben wir Menschen ebenso wie unsere Tiere. Dementsprechend reagieren auch Tiere auf die Behandlung mit Bach-Blüten, deren Wirkprinzip auf feinstofflicher Basis, den sogenannten Blütenenergien, zu beruhen scheint. Das Geheimnis der Blütenkräfte entdeckte der englische Arzt und Bakteriologe Dr. Edward Bach zu Beginn des 20. Jahrhunderts und entwickelte daraus seine inzwischen sehr populär gewordene Bach-Blüten-Therapie. 37 Pflanzenarten finden darin Verwendung. Bach-Blüten-Mischungen können Sie sich in der Apotheke zubereiten lassen. Dazu werden die jeweiligen Blütenessenzen (2 Tropfen) mit 10 ml eines Alkohol-Wasser-Gemisches verdünnt. Von dieser Verdünnungslösung träufeln Sie Ihrer Ratte im Bedarfsfall dreimal täglich 1 Tropfen ins Mäulchen, oder falls die Tiere nicht mitmachen (einige mögen es sehr gerne und nehmen es freiwillig und andere eben nicht) können auch zwei Tropfen ins Genick gegeben werden, dies 1 x täglich. Auch spezielle Notfall-Tropfen (Rescue) sind erhältlich. Sie enthalten eine Kombination aus fünf verschiedenen Bach-Blüten (Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose, Star of Bethlehem) und können auch bei Nagern unterstützend als Erste-Hilfe-Massnahme in Notfallsituationen, aber auch bei Allergien, aktuen Entzündungen wie z.B. den Bumblefeet und Infektionen sowie bei ängstlichen und gestressten Tieren angewendet werden. Speziell die Bach-Blüte Centaury soll die Abwehrkräfte steigern und einen hemmenden Einfluss auf Tumorwachstum haben. TTouch Der sogenannte TTouch (Tellington Touch) ist eine von der Amerikanerin Linda Tellington-Jones entwickelte neuartige Methode im Umgang mit Tieren. Die Grundbewegung dieser Berührungsbehandlung ist ein mit dem Finger mit mildem Druck ausgeführter 1 1/4 Kreis auf der Haut im Uhrzeigersinn von 6 Uhr bis 8 Uhr. Der Daumen liegt dabei zum Gegenkontakt dem Fell auf. Es wird stets nur eine Kreisbewegung gemacht, danach gleitet die Hand in Fellrichtung weiter. Man unterscheidet die Ohren-, Pfoten- oder z.B. die Schwanzarbeit. Wie die positiven Effekte der Berührungsbewegung zustande kommen, darüber gibt es noch keine wissenschaftlichen Nachweise. Man vermutet allerdings, dass sie aufgrund von Aktivierung neuer Gehirnzellen und Nervenbahnen entstehen. Auch Heimtierratten können von den gezielten Brührungen der Fingerspitzen ihrer menschlichen Pfleger profitieren. Erzwingen lässt sich freilich nichts. Ruhe und viel Geduld sind angesagt, will man seinen Ratten mit den kreisenden Bewegungen auf ihrer Haut Entspannung und Wohlgefühl verschaffen. Meist daurt es mehrere Sitzungen, bis die Tiere völlig "loslassen" und die TTouches geniessen können. Lohnenswert ist es aber auf jeden Fall, diese mit sanftem Druck ausgeführte Berührungsmethode einmal auszuprobieren und sich auf eine solch intensive und vertrauensvolle Interaktion mit seinen Heimtieren einzulassen. Besonders zu empfehlen sind TTouches bei ängstlichen und kranken Ratten. Bei einem bissigen Tier beginnt man nicht gleich mit der Ohrenarbeit. Hier versprechen behutsame Berührungen am Rumpf - zum Beispiel mit einem Wattestäbchen - bessere Erfolge. Auch zur allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens, der geistigen und körperlichen Beweglichkeit und bei emotionalen Belastungen wie der Vergesellschaftung mit Artgenossen oder zur Beruhigung vor der Behandlung beim Tierarzt kann der TTouch hilfreich sein. Profi-Tip (von Linda Tellington-Jones) Jeder kann es lernen Ich rede mit den Tieren mit beruhigender Stimme und dehne die Worte wie "guuut". Das verlangsamt automatisch meine Atmung und Bewegung und macht mich sicher. Das Tier spürt das und spiegelt meine Sicherheit wieder. Spannungen bauen sich ab. Pomander Pomander sind kraftvolle Essenzen auf Alkoholbasis, abgefüllt in 25 ml Plastikflaschen. Es sind duftende Farbessenzen und wirken über die Haut, das Lymphsystem und das Blut auf die inneren Organe. Der weisse Pomander enthält von allen Kräutern gleich viele Anteile. Alle anderen Pomander enthalten auch alle Kräuter aber in unterschiedlicher Menge. Sie wirken auf die elektromagnetischen Felder. Es gibt 15 verschiedene Mischungen (Flaschen). Pomander vertragen sich auch mit feinstofflichen Heilweisen wie Homöopathie, Bachblüten, Körpertherapie usw. Die Pomander sind beliebig oft anwendbar und müssen in der Verwendung für Ratten sehr stark verdünnt werden. Ungefähre Mischung: Ein Eierbecher voll Wasser mit zwei bis drei kleinen Spritzern Pomander ergänzen. Die Tiere damit "abwuscheln" oder einige Tropfen im Käfig oder daneben verteilen. Weisser Pomander: Gut bei der Wundheilung bzw. zur Reinigung. Er kann in Zweifelsfällen immer angewandt werden, da er das Spektrum der anderen Pomander beeinhaltet. Sehr gut kombinierbar mit dem Balance-Öl Nr.1! Bei Wunden den weissen Pomander und das Rescue in der Nähe, nicht IN die Wunde auftragen! Als Stein hilft Rhodochrosit bei der Wundheilung. Rosa Pomander: Gut, wenn man neue Tiere zusammenführt, da die Gruppenenergie harmonischer wird. Soll den Gruppenzusammenhalt fördern. Das gleiche gilt für Rosenquarz. Hilft auch bei Angst. Olivgrüner Pomander: Wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus, z.B. als Schutz vor Erkältungen bzw. zum rascheren Abklingen derselben. Als Stein ist hier grüner Aventurin (auch bei Hautausschlägen), Smaragd und Heliotroph ganz gut. Roter Pomander: Bringt Energie, also z.B. wenn eine Ratte "schlapp" ist. Ähnlich wirken rote Steine, wie roter Jaspis, Granat oder Rubin. Dunkelroter Pomander: Ähnliche Wirkung, wie roter Pomander aber stärker, zusätzlich gut bei Unsicherheit und Stress. Es gibt noch viel mehr Pomander als hier beschrieben sind, auf dieser Seite wurden nur die jenigen aufgeführt, deren Abgabe an die Tiere sinnvoll sein könnte. Wer die anderen Pomander ebenfalls kennen lernen möchte oder genaueres zu den verschiedenen Farben wissen möchte, findet eine ausführliche Erklärung jedes Pomanders auf folgender Webseite: |
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