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Haltung
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| Was sehr wichtig ist: Niemals eine Ratte alleine halten, Ratten sind sehr soziale Tiere und brauchen die Gesellschaft anderer Ratten. Sie werden zwar trotzdem oft alleine gehalten von Menschen die sie dann dafür den ganzen Tag herumtragen. Die Ratte wird den Menschen in so einem Fall als Sozialpartner annehmen, ist aber bestimmt glücklicher in Gesellschaft anderer Ratten. Ausserdem ist die Ratte ein Tier, das ca. 13 Stunden Schlaf am Tag braucht; wird sie dauernd herumgetragen, bekommt sie eindeutig zu wenig davon, was auch ihr Leben verkürzen kann. Man sollte sich aber mindestens 1-2 Stunden pro Tag mit seinen Tieren abgeben, sonst werden sie scheu. Ratten gehören auch nicht nach draussen, die fremden Geräusche, Gerüche etc. können sie verängstigen. Auch wenn es Leute gibt, die es "cool" finden mit der Ratte auf der Schulter draussen herumzuspazieren, den Tieren tut man damit gar keinen Gefallen. Ausserdem ist es auch gefährlich, wenn sich das Tier erschreckt und runterspringt dürfte es nicht ganz einfach sein, das verängstigte Tier in freier Wildbahn wieder einzufangen. Ausserdem kann die Ratte draussen sehr schnell irgendwelche Bakterien auflesen und krank werden. |
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Damit kommen wir zum Käfig, dazu ist zu sagen, er kann eigentlich nie zu gross sein, aber oft zu klein. Je mehr Platz man seinen Tieren anbietet, desto besser. Handelsübliche Hamsterkäfige beispielsweise sind auf jeden Fall zu klein, Hasenkäfige meist nicht sehr geeignet, weil die Ratten daraus entwischen, entsprechen von der Grösse her aber am ehesten dem Mindestanspruch von 2-3 Ratten. Selbstverständlich sollte der Käfig mindestens 1 x pro Woche gründlich gereinigt werden. Ob es nötig ist, ihn öfter zu putzen, hängt natürlich auch davon ab, wieviele Tiere man hält und wie alt (gross) sie sind. Ratten sind sehr aktive Tiere, wenn sie nicht grade am Schlafen sind, :-) das heisst sie brauchen viel Platz zum herumtoben und spielen. Freigang ist natürlich auch immer sehr beliebt, je öfter desto besser, aber immer unter Aufsicht. Es gibt da draussen in der grossen weiten Welt vieles, was den Ratten gefährlich werden kann: Klappfenster, Türen, Elektrokabel, Aquarien, Zigarettenstummel, andere Haustiere, Geschirrspülmaschine, Herd, Kühlschrank, Waschmaschine, Tumbler, giftige Zimmerpflanzen usw. Man sollte also aufpassen was die Ratte so erkundet, wenn sie auf freier Wildbahn unterwegs ist. Auch im freien halten sich die Ratten natürlich gerne auf, sie freuen sich sicher darüber wenn sie mal im Garten oder auf einer Wiese herumrennen können, auch dies aber nur unter Aufsicht. Wo Wiesen sind, sind meist auch Katzen etc. nicht weit... Ausserdem - das ist ein Punkt der deutlich gegen einen Auslauf im Freien spricht - ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Tiere irgendwelche Parasiten auflesen sehr gross. Mehr zum Thema Käfig in der entsprechenden Rubrik: Käfig.
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Wie bereits erwähnt sind Ratten sehr verspielt. Es gibt vieles was man ihnen anbieten kann. Schachteln sind sehr beliebt oder auch Röhren entweder aus der Tierhandlung oder dem Baumarkt. Laufräder hingegen sind für Ratten nicht unbedingt geeignet. Aber man kann ihnen auch gelegentlich ein hartgekochtes Ei geben, es ist für die Ratten interessant das Ei herumzurollen und so lange damit zu hantieren bis sie es dann aufgekriegt haben. Man kann z.B. auch einen Ziegelstein in den Käfig legen und in den Löchern Goodies verstecken. Der Ziegelstein erfüllt übrigens auch noch einen anderen sinnvollen Zweck: die Tiere können daran ihre Krallen abwetzen, die ja auch nachwachsen.
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| Wenn man bereits Ratten hält und Neulinge in den Käfig integriert werden sollen, ist immer etwas Vorsicht geboten. In der Regel gibt es keine Probleme, da Ratten, wie bereits erwähnt sehr soziale Tiere sind und Neulinge in der Regel gut aufnehmen, ich selbst hatte damit noch nie ein Problem. Es sind aber doch gewisse Regeln zu berücksichtigen dabei, den Ratten sind auch absolute Charaktertiere und jede hat ihre eigene Persönlichkeit, ihre ganz eigenen Eigenschaften, Vorlieben und Abneigungen. Wir mögen ja auch nicht jeden Fremden auf Anhieb. Was ganz wichtig ist, bevor die Neulinge in den Käfig gesetzt werden ist, dass dieser gründlich gereinigt wird. Danach sollten sich die Ratten auf "neutralem Gebiet", also nicht im Käfig, zuerst einmal beschnuppern und kennenlernen können. Dabei wird man bereits die ersten Anzeichen erkennen können, ob es problemlos abgehen wird oder nicht. Sollten die Ratten sich akzeptieren und gegenseitig annehmen, kann man versuchen die Neulinge in den sauber geputzen Käfig zu setzen. Man lässt sie dann ein Wenig alleine den Käfig erkunden, während die "alten" Ratten sich noch woanders aufhalten. Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, kann man die alten Ratten in den Käfig setzen, aber unbedingt dabei bleiben, denn die nächsten paar Stunden sind entscheidend dafür, ob die bereits vorhandenen Ratten die Neulinge auch auf ihrem Territorium und in ihrem Käfig akzeptieren. Sollte dies trotzdem nicht der Fall sein, sollte man einen zweiten Käfig zur Verfügung haben um, zumindest vorerst die Tiere noch getrennt zu halten. Die Käfige kann man ruhig nebeneinander stellen, so haben die Ratten die Möglichkeit sich gegenseitig zu riechen. Nach spätestens zwei Wochen, sollten sie sich so weit aneinander gewöhnt haben, dass die Zusammenführung kein Problem mehr sein sollte. Aber auch in der Zeit der Trennung sollte man die Ratten, während des Auslaufs aufeinandertreffen lassen, unter Aufsicht, versteht sich. Wenn die Tiere bissig sind und sich auch vom Besitzer nicht anfassen lassen, sollte man das auf gar keinen Fall hinnehmen. Ratten sind, wie wir alle wissen, sehr schlau. Wenn sie damit durchkommt, dass man sie in Ruhe lässt, wenn sie beisst, wird sie es immer wieder tun, denn sie hatte ja Erfolg damit. Das Tier möglichst sofort wieder aus dem Käfig nehmen. Wenn sie heftig beisst nötigenfalls mit Handschuhen. Wenn man sie dann hat sollte man sie ruhig eine Weile bei sich behalten und nicht gleich wieder in den Käfig setzten. So merkt das Tier auch, dass es von "seinen" Menschen nichts zu befürchten hat. |
| Die Paarung der Tiere sollte man nicht zulassen. Ein Rattenmädchen kann bei einem einzigen Wurf bis zu 20 Junge bekommen !!! Und dann kommt die Frage wohin mit den Kleinen. Ausserdem werden die Kleinen mit 6-8 Wochen ebenfalls wieder geschlechtsreif und können auch wieder Nachwuchs produzieren. Man rechne... Während des Paarungsverhaltens zeigt das Weibchen die typische Paarungsstellung: Durchkrümmen des Rückens, Schwanz zur Seite legen und flattern mit den Ohren. Der Brunstzyklus des Weibchens erfolgt in der Regel alle vier bis sechs Tage und dauert durchschnittlich 14 Stunden (9-20 Stunden). Während dieser Zeit wird sie ca. 500-600 Mal von verschiedenen Männchen des Rudels gedeckt. Sie speichert die Samen und nur der stärkste wird dann die Befruchtung auslösen. Die Paarung an sich dauert lediglich 2-3 Sekunden. Ratten sind übrigens auch in der Lage die Paarung durchzuführen, wenn sie in direkt aneinander angrenzenden Käfigen (also durch das Gitter hindurch) gehalten werden! |
| Nachwuchs sollte aus den bereits unter "Paarung" erwähnten Gründen grundsätzlich vermieden werden. Die Lösung des Problems ist eigentlich simpel. Entweder man hält ein gleichgeschlechtliches Rudel oder getrennte weibliche und männliche Rudel, was meiner Meinung nach die beste Lösung ist, oder man lässt die Männchen kastrieren. Auch dies kann aber problematisch sein, denn wie gesagt, die Tiere werden mit 6-8 Wochen geschlechtsreif, dann sind sie aber zum kastrieren noch zu jung, dies sollte erst im Alter von ca. 5-6 Monaten passieren, wenn die Tiere erwachsen sind. Sollte man trotzdem nicht auf Nachwuchs verzichten wollen, braucht man sich um die Jungtiere nicht zu kümmern, das erledigt die Rattenmama schon selbst. Rattenweibchen sind sehr gute Mütter die auf ihre Jungen sehr achten. Man sollte sie also nicht unnöttig stören während der Stillzeit etc. Man sollte die Kleinen auch noch nicht unbedingt herausnehmen, solange sie die Augen noch nicht geöffnet haben, die Mutter mag das übrigens auch nicht und wird mit Sicherheit heftigst intervenieren. Die Jungtiere sollten erst wenn sie mindestens 4-5 Wochen alt sind von der Mutter getrennt werden. |
| Man sollte nicht versuchen, Ratten mit anderen Tieren zu vergesellschaften. Jedes Tier ist mit einem Artgenossen seiner eigenen Art am glücklichsten. Hier einige Beispiele was bei der gleichzeitigen Haltung zu beachten ist. Ratten und Ziervögel: Ernsthafte Probleme kann es mit Ziervögeln geben, da diese grosse Angst vor Ratten haben. Auch die Ratten fürchten sich vor Vögeln, da sie in der Natur von Greifvögeln aus der Luft angegriffen werden und daher beim Freiflug der Vögel daher unter Stress stehen. Daher sollte man auch davon absehen die Tiere im gleichen Raum zu halten. Ausserdem können grössere Papageien Ratten mit ihrem Schnabel ernsthaft verletzen. Es kommt hinzu, dass Ratten tagsüber ihren Schlaf brauchen und dabei von dem ständigen Gepfeife gestört werden. Hamster: Hamster sind, im Gegensatz zu Ratten, absolute Einzelgänger und vertragen sich schon gegenseitig kaum und schon gar keine Ratten. Wenn die Tiere in verschiedenen Käfigen und mit getrenntem Auslauf gehalten werden spricht aber nichts gegen eine gleichzeitige Haltung dieser Tiere - wenn sie sich nicht begegnen. Meerschweinchen und Kaninchen: Diese Tiere haben beide andere Ansprüche an die Unterbringung und sollten selbstverständlich auch nicht im gleichen Käfig wie Ratten gehalten werden. Es gilt daher das Gleiche wie beim Hamster: Eine gleichzeitige Haltung ist problemlos möglich, aber nur in separaten Käfigen und ohne Kontakt der Tiere. Hunde: Da Ratten tagsüber ihre Ruhe brauchen ist ein Hund der ständig kläfft ein Problem, ein ruhiges Tier sollte jedoch kein Problem darstellen, sofern er keinen ausgeprägten Jagdinstikt hat. Man braucht natürlich Geduld um die Tiere aneinander zu gewöhnen. Zeigen die Ratten aber deutlich, dass sie Angst haben, sollte auf deine Hundehaltung verzichtet werden. In jedem Fall ist es aber empfehlenswert Hunde mit freilaufenden Ratten nicht alleine zu lassen. Das ein Hund eine Ratte tödlich verletzen kann (auch ein ganz kleiner Hund) braucht wohl nicht speziell erwähnt zu werden, dies kann auch unbeabsichtigt passieren. Katze: Dies dürfte die schwierigste Kombination sein. Eine Katze ist ein Jäger und wird es kaum verstehen, dass die Ratte kein Beutetier für sie sein soll. Ausserdem haben Ratten extreme Ansgst vor diesen Tieren. Allein der Geruch einer Katze verängstigt die Tiere zutiefst. Man sollte also von einer gemeinsamen Haltung absehen. Aber unbedingt und auf jeden Fall, falls man diese Tiere trotzdem gemeinsam hält, die Katze wirklich niemals mit den Ratten alleine lassen. Mäuse, Degus, Chinchillas und andere Nager: Hier gilt eigentlich das selbe wie bei Hamstern, Meerschweinchen und Kaninchen. Die Tiere sollten auf keinen Fall im selben Käfig gehalten werden. Sie sind zwar im weitesten Sinn verwandt, haben aber völlig verschiedene Verhaltensweisen und Ansprüche. Hält man die Tiere in verschiedenen Käfigen und vermeidet deren Kontakt beim Auslauf spricht aber nichts gegen eine gleichzeitige aber eben getrennte Haltung. Fische: Bei der gemeinsamen Haltung mit Ratten sollte man darauf achten, dass die Ratten nicht ins Aquarium gelangen können. Erstens können sie dabei ertrinken, wenn sie keinen Weg hinaus mehr finden, oder es nicht schaffen, wieder hinaus zu klettern. Ausserdem gibt es auch Ratten die geschickte Schwimmer sind und unter Umständen auf die Idee kommen könnten zu angeln. Reptilien: Das sich diese Tiere mit Sicherheit nicht anfreunden werden versteht sich wohl von selbst. Hält man gleichzeitig mit Ratten auch Schlangen, muss man natürlich unbedingt dafür besorgt sein, dass die Schlange keine Möglichkeit hat, sich eine Ratte zu fangen. Viele Schlangen ernähren sich ja auch von Ratten und anderen Kleinsäugern. Daher ist eine Ratte eine willkommene "Zwischenmahlzeit". Frettchen: Auf die gemeinsame Haltung mit diesen Tieren sollte auf jeden Fall verzichtet werden. Frettchen sind schnelle, aktive und geschickte Jäger und würden, wenn sie die Gelgegenheit dazu haben eine Ratte sofort fangen und töten. |